Fundament: Grundlagen des pädagogischen Handelns

5. Erziehungskonzept der Schule

Lernen in einer positiven Atmosphäre soll der Weg und das Ziel in der Erziehungsarbeit unserer Schule sein. Das Lernen in der Schule ist eingebettet in das Leben und den Alltag der Kinder in ihrem Umfeld. Zusammenarbeit mit Eltern und dem näheren Umfeld der Kinder ist von daher unerlässlich, um den Kindern eine erfolgreiche Lernumgebung zu schaffen. Wichtig für die Vermittlung von Werten ist ein positiver Grundkonsens gegenüber den Schülern, sie anzunehmen wie sie sind und dort abzuholen, wo sie stehen. Nur so ist es möglich, ihren Entwicklungsprozess zu begleiten und zu fördern.
Um dem im Schulgesetz geforderten Erziehungsauftrag gerecht zu werden, haben wir für unsere Schule folgendes pädagogisches Leitziel formuliert:


Die Erziehung der Kinder zu selbstständigen,
verantwortungsbewussten
und sozialen jungen Menschen.


Dies bedeutet, die Kinder anzuleiten Verhaltensmöglichkeiten und Umgangsformen zu erlernen, mit sich und anderen zu agieren, um folgende Punkte zu erreichen:
• Eigene Stärken erkennen, um Selbstbewusstsein zu entwickeln
• Wertschätzung der eigenen Person, um auch andere wertschätzen zu können
• Verantwortungsbewusstsein entwickeln und Verantwortung übernehmen
• Die eigenen und die Gefühle anderer wahrnehmen und respektieren
• Eigene Bedürfnisse und Grenzen selbstbewusst und angemessen vertreten
• Auf die Bedürfnisse und Grenzen anderer Rücksicht nehmen
• Eigene Rechte kennen lernen und die Rechte anderer respektieren
• Sich in die Gemeinschaft integrieren und als Teil verstehen
• Individualität und soziales Miteinander in Einklang bringen
• Regeln vereinbaren und sich daran halten
• Konflikte aushalten und gewaltfrei lösen
• Sich selbst und das eigene Lernen organisieren
• Mit den eigenen und den Sachen anderer sorgfältig und verantwortungsbewusst umgehen


Damit wir den Schülern diese Punkte glaubhaft und nachhaltig vermitteln können, gehören zum Konzept unserer Schule folgende Grundsätze:


• Offene Lern- und Unterrichtsformen im täglichen Unterricht
• Projekttage zu Themen aus der Erfahrungswelt der Kinder und als Öffnung von Unterricht
• Erziehung zum gegenseitigen Helfen im Unterricht – Schüler helfen Schülern
• Zur Zeit stehen der Schule Fachkräfte mit insgesamt 15 Stunden aus dem Förderzentrum zur Verfügung, um in unterschiedlichen Arbeitsfeldern Kinder zu unterstützen
• Zeit für Bewegung - tägliche Bewegungszeit, Psychomotorisches Turnen, Lauftag, Bundesjugendspiele, Fußball-AG, Golf-AG, Teilnahme an Wettkämpfen
• Pausengestaltung mit Spielmöglichkeiten und Kleinspielzeug, für die Regenpausen gibt es Lesekisten, Spiele und Malsachen in den Klassen
• Die Stopp-Regel zur klaren Verständigung und Mitteilung von Grenzen (Streitkultur)
• Kurse zum Umgang mit Gewalt und zur Selbstverteidigung als Gewaltprävention
Schulordnung in verschiedenen Ausgaben: für die Elternhand (blau) und die andere speziell für die Kinder (rot)
• Betreute Grundschule, ab dem SJ 07/08 verlässliche Grundschule mit Nachmittagsbetreuung bis 17 Uhr
• Enge Elternzusammenarbeit im Schulalltag: z.B. Lesestunde, sowie bei der Gestaltung besonderer Veranstaltungen, die zum Schulleben gehören, wie Kinderfest, Lauftag, Bundesjugendspiele, Radfahrprüfung, Projekte etc..
• Anbindung an Vereine und Institutionen im Ort Busdorf, Integration der Kinder in ihrem sozialen, ortsgebundenen Umfeld
• Vorbildfunktion der Lehrkräfte im täglichen Unterrichtsgeschehen, im Umgang mit Konflikten, bei der Gesprächsführung (Fortbildungen)


5.1 Praktische Umsetzung

Streitschlichtung
Streiten gehört zum Alltag eines jeden Kindes. Nur muss Streiten `gelernt´ werden, ebenso wie das Vertragen oder Schlichten eines Streites. Die Kinder sollen befähigt werden eigenverantwortlich miteinander Konflikte, für beide Seiten befriedigend, zu bewältigen und zu lösen.
Die Stopp-Regel
Kinder sind oftmals noch nicht in der Lage die Grenzen bei anderen klar zu erkennen. Die Stopp-Regel soll den Kindern Sicherheit geben und Klarheit vermitteln. Wenn ein Kind in letzter Instanz die Stopp-Regel anwendet, ist das ein deutliches Signal an sein Gegenüber aufzuhören. So können die Kinder lernen, die Grenzen des anderen zu erkennen und eigene Grenzen zu setzen.
Zeit für Bewegung
Im Rahmen des Regelsportunterrichts
Zwei Wochenstunden pro Klasse, drei Stunden im 4.Schuljahr aufgrund der Sporthallenauslastung.
Bundesjugendspiele
Jeden Sommer werden die Bundesjugendspiele veranstaltet. Von Klasse 2 bis 4 werden die verschiedenen Disziplinen ausgeführt. Klasse 1 unternimmt eine andere Aktivität draußen.
Lauftag
Einmal im Jahr veranstaltet die Schule einen Lauftag. An diesem Tag laufen Kinder/Lehrer/Eltern je nach Vermögen auf zwei unterschiedlich großen Runden zwei/drei Stunden lang. Das Tempo und die Anzahl der Runden werden individuell gestaltet. Hauptziel ist, in Bewegung zu sein!
Tägliche Bewegungszeit im Unterricht
Der Unterricht, gerade in den unteren Klassenstufen, soll möglichst bewegungsorientiert abgehalten werden. Kurze Unterbrechungen der Arbeitsphasen durch Bewegungselemente sollen die Konzentration und das Aufnahmevermögen begünstigen.
Psychomotorisches Turnen
Für bewegungsauffällige Kinder in Kl. 1und 2 bietet die Schule Sport nach den Grundsätzen der Psychomotorik eine Stunde die Woche zur Förderung an.
AG-Fußball für Klassenstufe 3/4
Seit dem Herbst 2006 gibt es an der Schule eine Fußball AG für die 3. und 4. Klassen. Sie wird von einem ehemaligen Elternteil geleitet.
Pausengestaltung
In den Pausen entstehen die meisten Auseinandersetzungen. Um dem entgegen zu wirken, müssen die Kinder Beschäftigungsmöglichkeiten haben. Der Pausenhof ist ausgestattet mit einem Sand- und einem asphaltierten Bereich, auf denen sich Klettermöglichkeiten befinden. Damit dieser Pausenhof optimal genutzt werden kann, steht jeder Klasse eine Pausenkiste mit Spielutensilien zur Verfügung. Diese ermöglicht den Kindern ihre Pausen sinnvoll und abwechslungsreich zu gestalten.




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