Beschreibung der einzelnen Bausteine


6.1 Baustein A: Kooperation mit Eltern 

Die Zusammenarbeit zwischen Schule, Lehrern, Eltern, Elternvertretung und
Schulelternbeirat hat sich fortlaufend positiv entwickelt. Hierbei kann auf die Mithilfe
und Unterstützung von vielen Eltern bei unterschiedlichen Schulaktivitäten
zurückgeblickt werden. Stellvertretend sind z.B. der Sporttag, der 2005 eingeführte
Lauftag, der Verkehrssicherheitstag oder die Projekttage zu nennen.
Auch im Schulalltag sind gute Erfahrungen bei Differenzierungsmaßnahmen innerhalb der
Klassen durch engagierte Eltern gemacht worden. Die Begleitung von Klassenfahrten
durch Eltern wird ebenfalls positiv angenommen.
Die gute Zusammenarbeit zwischen Schule und Elternhaus spiegelt sich auch in dem
jährlich stattfindenden Schulfest wieder, das von Lehrern und Eltern gemeinsam geplant
und durchgeführt wird.
Darüber hinaus hält der Schulelternbeirat ständigen Kontakt zum Förderkreis der
Grundschulen in Schleswig und arbeitet intensiv an der Evaluation des Schulprogramms
mit.
Wünschenswert wären regelmäßige Kontakte zu anderen Schulelternbeiräten der Region.

6.2 Baustein B: Kooperation mit ortsnahen Institutionen

6.2.1 B1: Der Übergang vom Kindergarten zur Grundschule

Die zukünftigen Schulkinder der Kindergärten Selk und Busdorf werden in die Schule
eingeladen. Es besteht ein Arbeitskreis zwischen den beiden Kindergärten und Grundschule, der sich regelmäßig trifft. Der intensive Kontakt hat den Vorteil, dass zu einem frühen Zeitpunkt etwaige Maßnahmen (z.B. heilpädagogische, SPRINT, SPIK oder sonderpädagogischer Rat) eingeholt werden können.
Da - wie im Schulprogramm 2003 noch als Ziel formuliert - eine „flexible
Eingangsklasse“ nach den neuen Maßnahmen des Ministeriums nicht mehr möglich ist,
wird nach innerschulischen Möglichkeiten gesucht, auffällige und leistungsschwache
Kinder ausreichend fördern zu können ohne leistungsstarke zu vernachlässigen.
Die Grundschule bietet Schulbesuchstage für die zukünftigen Schulkinder an.
Die Eltern und Erzieherinnen begrüßen diese Möglichkeit sehr, Schule kennen zu lernen. Im 2. Schulhalbjahr kommen die Kinder für einen längeren Zeitraum in zwei Gruppen in die Schule, um dort den Schulalltag und Lehrkräfte kennen zu lernen. Zusätzlich besteht die Möglichkeit an Unterrichtsstunden im 1. Schuljahr teilzunehmen. Im 2. Halbjahr der 2. Klasse besuchen ‚Lesepaten‘ die Vorschulgruppe im Kindergarten. Auch besuchen Kinder der 1. Klasse den Kindergarten, um als ‚Experten‘ die Fragen der zukünftigen Schulkinder zu beantworten.
Die voraussichtlich zukünftigen Klassenlehrerinnen besuchen die Kinder möglichst auch in ihrer gewohnten Kindergartenumgebung, um sie dort zu erleben. Vor dem Kinderfest, das jährlich stattfindet, übergeben sie persönlich die Einladung, die gleichzeitig als Gutschein gilt.

6.2.2 B2: Der Übergang zu den weiterführenden Schulen

Die von den weiterführenden Schulen angebotenen Schulbesuchstage werden von den
Lehrkräften der Grundschule gerne wahrgenommen – zur Freude ihrer ehemaligen
Viertklässler. Die Beobachtung des Schülers im neuen Klassenverband und Unterricht
und das anschließende Gespräch mit dem Klassenleiter ist für die Grundschulpädagogen
sehr aufschlussreich z. B. in Bezug auf ihre Schulartempfehlung.
Einladungen an die Lehrkräfte der weiterführenden Schulen in die Grundschule wurden angenommen, um über zugewiesene Schüler zwecks sinnvoller Klassenaufteilung zu sprechen.
Lehrkräfte der weiterführenden Schulen stellen auf einem Elternabend ihr Schulsystem vor und informieren über Neuerungen.

 

6.2.3 B3: Kooperation mit Sportvereinen

6.2.3.1 TUS Busdorf

Das gemeinsame Interesse geht über Bestandsaufnahme, Pflege und Nutzung der Geräte bis hin zu gemeinsamen Anschaffungen. Auch beim Kinderfest ist der Verein mit eingebunden.
Seit dem Schuljahr 2007/2008 wird vom TUS-Busdorf eine Volleyball-AG angeboten, die vom Landessportverband finanziert wird.

6.2.3.2 FC-Haddeby 04

Eine Fußball-AG für die 4. Jahrgangsstufe ist eingerichtet. Der Vater einer ehemaligen Schülerin ist ehrenamtlich als Übungsleiter tätig.

 

6.2.4 B4: Kooperation mit der Kirchengemeinde

Die ersten Klassen werden mit ihren Angehörigen zu einem Einschulungsgottesdienst in die St. Andreas-Kirche in Haddeby eingeladen. Daran nehmen viele Kinder erwartungsvoll teil.
Zu einem Erntedank-Gottesdienst bereiten sich alle Klassen mit Liedern und Erntekörben vor und gehen gemeinsam zur Kirche.
Seit der Adventszeit 2006 wird eine Adventsandacht am Nachmittag angeboten. Viele Kinder kommen mit ihren Familien, singen stolz die eingeübten Lieder und staunen über die festliche Stimmung.
Die Einladungen zu den Kinderbibelnachmittagen „Theolino“ werden in den Klassen verteilt.
Die Pfadfinderarbeit wird in allen Klasen vorgestellt.


6.2.5 B5: Kooperation mit Museen

Zwischen der Schule am Margarethenwall und dem Landesmuseum Schloss Gottorf und
seinen Außenstellen besteht Kontakt in folgenden Formen:
• Regelmäßige Informationen der Schule durch die Museen
• Schulklassen besuchen die Ausstellungen und werden dabei von pädagogischen Mitarbeitern begleitet
• Austausch zwischen Lehrkräften und Museumspädagogen über museale Schwerpunkte und pädagogische Konzepte in der Museumsarbeit
• Fortbildung der Lehrkräfte zum Thema Museumspädagogik – weitere Veranstaltungen dieser Art sollen folgen
• Seit März 2007 findet alle zwei Jahre ein Museumsprojekt statt
• Das Wikinger-Museum in Haithabu kommt zu besonderen Anlässen auf die Grundschule zu – z.B. Patenschaft für ein Wikingerhaus, Schiffstaufe

 

6.2.6 B6: Kooperation mit örtlichen Institutionen

Die Schule legt großen Wert darauf, als ein kultureller Mittelpunkt innerhalb des Dorfes Busdorf wahrgenommen zu werden. Es wird eine vielfältige Zusammenarbeit mit dem Ortskulturring (OKR) angestrebt und auch umgesetzt.
Ein Mitglied der Schulleitung (P. Moll) ist im Vorstand des OKR.
Der OKR betreibt in Zusammenarbeit mit der Schule Kurse für Grundschüler in den Bereichen Flöten und Töpfern, Computerkurse werden angestrebt.
Außerdem nutzt der OKR nachmittags und abends die Räumlichkeiten der Schule, um seine zahlreichen Angebote auch für Erwachsene anbieten zu können.

Auch das DRK nutzt mit seinen Blutspendemaßnahmen die schulischen Räumlichkeiten. Das DRK hält kostenfrei 1. Hilfe-Kurse für die 4. Klassen.

Die Feuerwehr beteiligt sich am Schulfest und bietet für die 4. Klassen einen Einführungskurs in Aufgaben der Jugendfeuerwehr an und klärt über Brandschutz-maßnahmen auf.

Im Gebäude der Grundschule befindet sich auch die örtliche Bücherei, die für die Schüler an zwei Tagen vormittags geöffnet hat. Die Bücherei stellt zudem für jede Klasse eine Bücherkiste zur Verfügung. Der Inhalt wird halbjährlich ausgetauscht.

 


6.3 Baustein C: Innerschulische Kooperation

6.3.1 C1: Zusammenarbeit im Kollegium

Innerhalb der Klassenstufen sprechen sich die Kollegen weitgehend ab in Bezug auf:
Stoffverteilungspläne, Unterrichtsinhalte, Beurteilungen, Klassenarbeiten,
Arbeitsmaterial, Lernpläne und Fördermaßnahmen.
Lernstandards sind grundsätzlich abgesprochen.
Schüler, die pädagogische Probleme bereiten, werden nach Absprache zeitweise in
Parallelklassen unterrichtet.
Die Durchführung von Unterrichtsgängen, Ausflügen, Klassenfahrten und Projekten
findet gemeinsam oder in enger Kooperation statt.
Im Falle unaufschiebbarer persönlicher Termine oder Arztbesuche werden
Unterrichtsstunden von anderen Lehrkräften übernommen.
Mit „privaten“ Unternehmungen und Feiern wird das gute Betriebsklima gestärkt.
Die im Schuljahr 2009/2010 eingerichtete regelmäßige „Teamzeit“ löste die „Besprechungspause“ ab.


6.4 Baustein D: Neue Medien im Unterricht

Im Zuge der Baumaßnahmen im Jahre 2010 erhielt die Schule einen neuen Medienraum, der mit 18 PC’s, Laptops sowie einem Aktivbord mit Beamer ausgestattet ist. Alle Rechner sind internetfähig, ein DSL-Anschluss ist vorhanden.
Auf diese Weise wird das Arbeiten am PC auch mit einer Schulklasse möglich.
Die Schüler haben so die Möglichkeit, sich unter fachkundiger Leitung im Internet
zurecht zu finden, die Homepage der Schule aufzurufen, E-Mails zu schreiben und sich
Informationen zu bestimmten Themen zu suchen. Programme wie „Antolin“ oder
„Lernwerkstatt“ können ebenfalls genutzt werden. Auch Filmvorführungen können im
Medienraum stattfinden.

Die Schule hat eine Medienbeauftragte benannt, die für Koordinierungsaufgaben
zuständig ist. Das Kollegium wird sich im Rahmen der veränderten Ausgangssituation
fortbilden. Der Computerraum kann auch von Gruppen des OKR der zum
Schulverband gehörenden Gemeinden genutzt werden.

6.5 Baustein E: Rahmenbedingungen

6.5.1 E1: Schulordnungen (s. Anlage)

Die Broschüren (s. Anlage) „Elterninfo“, „Schul- und Hausordnung für die Eltern“ und die „Schulordnung für die Schüler“ wurden von der Arbeitsgruppe Schulprogramm 2003/2004 erstellt und seitdem zu Beginn des Schuljahres an alle Eltern der 1. Klassen mit der Bitte um Empfangsbestätigung verteilt. Die Schüler und Schülerinnen erhalten eine kindgerechte Fassung der Schulordnung, ebenfalls mit Empfangsbestätigung.
Alle Schulordnungen werden regelmäßig den Gegebenheiten angepasst.

Als Farben wurden festgelegt:
Elterninfo gelb
Schul- und Hausordnung (Eltern) blau
Schulordnung (Schüler) rot

6.5.2 E2: Verkehrssicherheit

6.5.2.1 Ausgangslage

Die Grundschule besuchen sowohl Kinder aus den umliegenden Dörfern als auch aus Busdorf selbst. Die Buskinder werden von einer Lehreraufsicht auf ihrem Weg zur Bushaltestelle begleitet. Die Fußgänger werden von der ersten Klasse an auf ihrem Schulweg unterstützt. Dies geschieht sowohl durch den Klassenlehrer (Wie überquere ich die Straße mit und ohne Zebrastreifen?) als auch durch die Verkehrslehrer der Polizei. Auf den größeren Straßen des Dorfes finden die Schüler aufgemalte Fußspuren, die ihnen verdeutlichen, wo sie die Straßen am sichersten überqueren können. Die Schulstraße ist außerdem verkehrsberuhigte Zone für alle Autofahrer. Die Verkehrserziehung findet im Rahmen des Sachunterrichts statt.
Im 4. Schuljahr werden die Schüler schwerpunktmäßig auf die Radfahrprüfung vorbereitet. Des Weiteren findet alle zwei Jahre ein Verkehrssicherheitstag mit unterschiedlichen Schwerpunkten für die gesamte Schule statt.

6.5.2.2 Planung und Umsetzung

In den ersten Schulwochen der 1. Klassen findet eine Doppelstunde Verkehrserziehung durch einen Verkehrslehrer der Polizei statt. Die Doppelstunde ist in Theorie- und Praxisbausteine unterteilt. Schwerpunkt ist der sichere Weg zur Schule. Dieser wird im Klassenraum besprochen. Die Kinder lernen wichtige Verkehrszeichen. Schwierige Stellen werden dann draußen geklärt und geübt.

 

6.5.3 E3: Schulhofgestaltung

Im Frühjahr 2007 wurde die neue Schulhofgestaltung in Angriff genommen:
Davon realisiert wurden bisher neue Fahrradständer mit Überdachung vor dem
Betreuungstrakt. Matten unter dem Kletterschiff ersetzen inzwischen den Sand, ein dreistufiges Reck ist als neue Spiel- und Turnmöglichkeit installiert.
Weitere Planung siehe Zielvorstellung.


5.5.4 E4: Verlässliche Grundschule und Vertretungskonzept

Konzept der „Verlässlichen Grundschule“ an der Schule

 

Unterricht: Alle 1. und 2. Klassen erhalten 20 Stunden Unterricht.
Alle 3. und 4. Klassen erhalten 26 Stunden Unterricht.


Vertretungskonzept / Aufhebung der Verlässlichkeit

ungeplanter Unterrichtsausfall:
(Erkrankung einer Lehrkraft)


(Erkrankung mehrerer Lehrkräfte)
- Zusammenlegung von Klassen
- Aufteilung in Partnerklassen (Stillarbeit)
- Einbindung der Kinderbetreuung
- Telefonkette (Kinder, deren Eltern erreicht werden, kommen vorzeitig nach Hause – Betreuung geöffnet)
- Unterrichtsausfall an einem Tag
geplanter Unterrichtsausfall:
(Aufhebung der Verlässlichkeit) - Klassenfahrten
- Wandertage / Ausflüge
- Feste (Schulfest, Fasching)
- Projekte (Verkehrssicherheitstag, Adventsbasteln, Projekttage)
- Sportveranstaltungen (Bundesjugendspiele, Lauftag)
- Kirchliche Veranstaltungen (Erntedankgottesdienst ...)

 


6.6 Baustein F: Zusätzliche Angebote

F1: Töpfern
Die Schule verfügt über einen eigenen Brennofen und hat dadurch die technische Möglichkeit einen Töpferkurs anzubieten. Zurzeit findet dieser nicht statt, ist aber in der Planung.

F2: Flöten
Es wird nachmittags eine Flöten–AG für die Jahrgänge 2, 3 und 4 angeboten. Zu besonderen Anlässen spielt diese Gruppe auch vor (Verabschiedung der 4. Klassen, Einschulungsfeier, Weihnachtsfeier, etc.).

F3: Golf
Für die 2. und 3. Klassen wird ein „Schnupperkurs“ „Abschlag Schule“ in
Zusammenarbeit mit dem Golfclub an der Schlei in Güby angeboten.

F4: Arbeitsgemeinschaften am Vormittag
Seit dem Schuljahr 2008/2009 bietet die Schule eine AG-Stunde für die 3. und 4.Klassen
an. Hier finden die Kinder ein vielfältiges Angebot vor, das halbjährlich zu wählen ist.

 

 

 

 




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