Die Offene Ganztagsschule

1  Lage der Schule

Die Schule liegt im alten Teil des Dorfes Busdorf – das Amtssitz des Amtes Haddeby ist - etwa auf dem alten Handelsweg, der von Westen nach Osten führte. Für den Schulhof wurde seinerzeit ein Teil des Verbindungswalles zwischen dem Ringwall von Haithabu und dem Dannewerk abgetragen.

Zur Gemeinde Busdorf gehört auch die Gemarkung, in der die ehemalige Wikingersiedlung Haithabu lag, von der heute nur noch der Ringwall Zeugnis von den Ausmaßen der Siedlung ablegt. Die Gemeinde Busdorf grenzt auch an das nördliche Schleiufer.

 

2  Kurze Geschichte der Schule 

Die Busdorfer Schulgeschichte nahm wahrscheinlich 1747 ihren Anfang im sog. Hirtenhaus, das im Kirchenweg 1 stand, wo heute noch das älteste Gebäude in Busdorf steht, das im Jahre 1767 als Küsterschule erbaut wurde.

Der Schulunterricht wurde seinerzeit betreut vom Schleswiger Johanneskloster und je nach Gegebenheiten abgehalten: Wenn der Raum nicht gerade für Kornlagerung benötigt wurde oder wenn der Küster des Johannesklosters bei den Witterungsverhältnissen im Winter durchkam oder wenn die Bauern ihre Kinder nicht für Feldarbeiten benötigten, das war meistens im Sommer, etc.

Lehrer, die im Seminar in Kiel ausgebildet wurden, gab es erst nach 1781. Diese waren den Busdorfern aber zu teuer.

Seit 1863 hat die Schule in Busdorf ihren jetzigen Standort. 1929 brannte die damals mit Stroh gedeckte Schule nieder. Der jetzige Altbau stammt aus dem Jahre 1930 und war als zweiklassige Schule konzipiert. Ein erster Erweiterungsbau zur dreiklassigen Schule wurde 1955 fertiggestellt. Der nächste Ausbau für eine vierte Klasse wurde 1961 beendet. Die dritte Erweiterung folgte 1968. Ein Jahr später kam die Turnhalle hinzu. 1980 wurden zwei Klassen- sowie Sanitärräume angebaut. 2010 erfuhr die Schule einen weiteren Um- und Ausbau.

Ab 1971 war Busdorf eine einzügige Grundschule mit zwei Vorklassen. 1978 übernahm die Grundschule Busdorf auch die Kinder der Dörfergemeinschaftsschule Selk und der Grundschule Jagel und wurde danach zweizügig. Von 2004 - 2010 war die Schule teilweise dreizügig. 2008 erhielt sie ihren jetzigen Namen:

Grundschule Haddeby des Amtes Haddeby
- Standort Busdorf - 

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3  Die Schule heute

Zurzeit besuchen 186 Schülerinnen und Schüler die zweizügige (Grund)schule in Busdorf. Knapp die Hälfte der Kinder kommt aus Busdorf. Aus den Dörfern Esprehm, Geltorf, Jagel, Lottorf und Selk werden die Kinder mit Bussen (ÖPVN) nach Busdorf gebracht. Auch aus den Gemeinden Borgwedel, Dannewerk, Fahrdorf, Groß Rheide, Hüsby und Schuby sowie der Stadt Schleswig kommen Schülerinnen und Schüler nach Busdorf.

Das Lehrerkollegium umfasst neben dem Schulleiter und der Konrektorin 9 Lehrkräfte sowie eine vom Förderzentrum Schleswig-Kropp abgeordnete Förderschullehrerin, die die Schule mit einer halben Stelle unterstützt. Zwei weitere Kolleginnen des Förderzentrums bereichern das Angebot der Schule in den Bereichen „Sprache“ und „Psychomotorik“. Die Schulsekretärin, die täglich 3,5 Stunden zur Verfügung steht, ergänzt das Team.

Die Schule ist ausreichend mit Klassenräumen ausgestattet, die dritten und vierten Klassen verfügen über einen Internetanschluss. Zusätzlich verfügt die Schule über einen Medienraum mit 18 Rechnern, einen Kunstraum, einen Materialraum, einen Musikraum sowie einen DaZ-Raum. Für den Sportunterricht stehen eine Turnhalle und ein Sportplatz zur Verfügung.

Die Schule wird durch einen Förderkreis unterstützt, der auch die Trägerschaft für die „Offene Ganztagsschule“ übernimmt. Die Schulkonferenz hat dies am 20. Mai 2014 beschlossen. Bereits jetzt betreut der dem Förderkreis angegliederte Betreuungsverein etwa die Hälfte der Schüler täglich zwischen 11.30 Uhr und 17.00 Uhr. Etwa 50 Kinder nutzen die Möglichkeit, ein warmes Mittagessen (3,- €) in Anspruch zu nehmen. Die Kosten für die Nachmittagsbetreuung werden durch Elternbeiträge getragen:

11.30 Uhr -  14.00 Uhr:    60,-€ mtl.

11.30 Uhr – 17.00 Uhr:  100,-€ mtl.

Intensiv arbeitet die Schule mit örtlichen Institutionen zusammen. Über den Ortskulturring werden Flöten- und Keyboardkurse angeboten. Im Rahmen der „Offenen Ganztagsschule“ soll dieser Bereich erheblich erweitert werden. Vorgesehen sind u.a. Näh- und Bastelkurse.

Auch die Zusammenarbeit mit den Kindertagesstätten im Einzugsbereich der Schule gestaltet sich seit vielen Jahren vertrauensvoll und ist eng verzahnt.

Des Weiteren bestehen Kooperationen mit dem TuS Busdorf (Volleyball) und dem TSV Friedrichsberg Busdorf (Fußball). Auch der Sportbereich soll erweitert werden, wenn geeignete Übungsleiter gefunden werden.

Geplant sind auch eine Hausaufgabenhilfe und ein Projekt zur „Gewaltprävention“.

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Mit der Einrichtung der „Offenen Ganztagsschule“ an der Schule in  Busdorf möchten wir unser pädagogisches Konzept und Profil erweitern, indem wir eine Verbindung zwischen Lernen und Freizeitgestaltung schaffen. Auch tragen wir damit den sozialen und familiären Veränderungen in der Gesellschaft Rechnung.

-          Unsere Schule will den Kindern ein Ort des Lebens und Lernens sein, an dem es ihnen gut geht und an dem sie sich wohlfühlen. Sie will ihnen vielfältige Anregungen für ihr Lernen und ihre Entwicklung geben.

 

-          Unsere Schule will eine Schule für alle Kinder sein.

 

-          Unsere Schule will die gesellschaftlichen Anforderungen mit den Interessen und Bedürfnissen der Kinder verknüpfen.

 

-          Unsere Schule ist offen für die Zusammenarbeit mit anderen sozialen und kulturellen Einrichtungen.

 

-          Unsere Schule kann von den Eltern verantwortlich mitgestaltet werden.

 

Sowohl in unserem Schulprogramm als auch in unserem Erziehungskonzept befinden sich Grundzüge der pädagogischen Arbeit unserer Schule.

 

4   „Ganztägig Lernen“ – Zielsetzungen

Während Unterricht und Ergänzungszeiten ab Schuljahresbeginn 2007/2008 einen verlässlichen Rahmen am Vormittag bieten, stellt sich für den Nachmittag durch veränderte gesellschaftliche Anforderungen ein Angebotsbedarf dar.

Einen geeigneten Rahmen hierfür bietet die Ganztagsschule in offener Form.

Sie kann:

-          die Situation von Familien, in denen Eltern berufstätig und / oder alleinstehend sind, erleichtern,

-          das Lernangebot erweitern,

-          zum Ausgleich von Benachteiligungen betroffener Schüler beitragen,

-          individuellen Interessen und Bedürfnissen von Schülerinnen und Schülern nachhaltiger gerecht werden,

-          Interessen wecken, fördern und stärken,

-          zur weiteren Öffnung und Vernetzung der Schule beitragen,

-          die vorhandenen Lernmöglichkeiten intensiver nutzen.

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In der Kooperation von Schule, Träger öffentlicher Jugendarbeit und Kindertagesstätten sieht der Schulträger sowohl die Verantwortung als auch die große Chance ein für Eltern, Schul- und Vorschulkinder verlässliches Bildungs-, Erziehungs- und Betreuungsangebot aufzubauen.

 

 5  Zielgruppe

Angesprochen werden alle Schülerinnen und Schüler der Schule am Margarethenwall in Busdorf sowie die Kinder der benachbarten Kindertagesstätte, für die eine Betreuung am Nachmittag gewünscht wird.

Die Teilnahme an der „Offenen Ganztagsschule“ ist freiwillig.

Die Eltern, die eine Teilnahme ihrer Kinder wünschen, melden diese verbindlich für ein halbes Jahr an.

Am Mittagsessen unter Aufsicht können alle Schülerinnen und Schüler teilnehmen.

 

6  Bedarf

Der Bedarf ergibt sich aus der Tatsache, dass bereits jetzt etwa die Hälfte der Schülerinnen und Schüler das Betreuungsangebot des Förderkreises in Anspruch nimmt.

 

7  Zustimmung der Schulkonferenz

Die Schulkonferenz der Schule am Margarethenwall in Busdorf hat am 18. November 2014 unter Darlegung einer inhaltlichen Konzeption gemäß Runderlass vom 2. Juli 2003 (Amtsbl.  S-H, S. 478) die Einführung einer „Offenen Ganztagsschule“ zum Schuljahresbeginn 2015/2016 einstimmig befürwortet (siehe Konferenzprotokoll im Anhang).

 




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